Arbeitsschwerpunkte und Projektgruppen 2011
Projektgruppe Ausfallsicherheit/Robustheit
Die Mitglieder der Projektgruppe sehen Optimierungspotentiale bei der frühzeitigen Identifizierung von Fehlern und einer strukturierten Fehleranalyse im Rahmen von Neuanläufen. Bei den beteiligten Herstellern (OEMs) wie auch bei Zulieferunternehmen existieren verschiedene Standards und Prozesse, um sowohl Probleme im Entwicklungsprozess als auch in dem sog. Ramp-up bei Neuanläufen zu bearbeiten.
In der Projektgruppe wurde beschlossen, den Versuch zu unternehmen, teilebezogen die Daten der Unternehmen durch eine neutrale Organisation dahingehend zu beleuchten, ob eine Clusterung von Fehlern möglich ist. Es soll der Versuch unternommen werden, Fehlertypen zu identifizieren, fehlertypenspezifische Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, und letztendlich damit die Anläufe robuster und verlässlicher zu machen. Als Projektpartner steht für die „Analyse teilebezogener Fehlerursachen im Serienanlauf“ das Institut für Technologie und Arbeit (ITA) e.V. an der Technischen Universität Kaiserslautern zur Verfügung.
Die prozessbezogenen Aspekte des Themas sollen im Themenfeld Reklamationen aufgegriffen werden, da es grundsätzlich gleich ist, ob es sich um Reklamationen bei Serienanläufen oder um Reklamationen in der laufenden Serie handelt (Ausnahme: Probleme im Zusammenhang mit dem Hochlaufen der Produktion). Im Rahmen einer Diplomarbeit am Institut für Technologie und Arbeit (Prof. Dr. Klaus J. Zink) sollen die Möglichkeiten der kooperativen Reklamationsbearbeitung zwischen Hersteller (OEM) und Lieferant aufgezeigt und herausgearbeitet werden, wie diese zu bewerten sind.
Projektgruppe E-Mobility – Alternative Antriebskonzepte
Verfahren und Standards für Tests von Hybrid-Komponenten, Qualifizierung der Mitarbeiter für Fertigung & Montage von Hybrid-Komponenten und –Fahrzeugen und der Vergleich mit den Herausforderungen und Lösungen im PKW-Bereich sind die Themen, mit denen sich die Untergruppe Produktion beschäftigen wird. Die Untergruppe wird wissenschaftlich begleitet vom wbk – Institut für Produktionstechnik am KIT (Karlsruhe).
Um die Auswirkung der Elektrifizierung auf Aggregate und Komponenten in schweren Nutzfahrzeugen, bei Sonderfahrzeugen und bei mobilen Arbeitsmaschinen transparent zu machen, wird vom CVC eine Studie vergeben, die einen Überblick über den Entwicklungsstand bei der Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen (incl. Landtechnik) und schwerer Nutzfahrzeugen sowie die Auswirkungen auf Komponenten und System geben wird. Die Studie wird begleitet von Workshops mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft. Dabei werden Handlungsempfehlungen konkretisiert und in Arbeitsthemen für den CVC münden.
Die Projektgruppe wird sich bis zum Vorliegen der Studie mit Technologieexchange beschäftigen. Geplant sind einige Veranstaltungen. Die erste findet im Mai zum Thema Batterietechnologie – die Rolle der Kapazität von Speichermedien statt und hat insbesondere die mobilen Arbeitsmaschinen und die Landtechnik im Fokus. Schwerpunkt der Veranstaltung sind die aktuellen Trends und die offenen Fragestellungen in Hybrid-Anwendungen.
Projektgruppe Prozesse und IT in Unternehmen
Um mit Systemen effizient und kostensparend arbeiten zu können, müssen Unternehmen sich an bestimmte Standards halten. Eine Abweichung vom Systemstandard ist nur in begründbaren Ausnahmefällen sinnvoll, etwa wenn es um Alleinstellungsmerkmale des Unternehmens bzw. einen speziellen Kundennutzen geht oder Prozesse durch den Standard unwirtschaftlich werden. Eine Prozessanalyse sollte vorrangig bei kritischen Prozessen erfolgen.
Als Roadmap für das weitere Vorgehen der Projektgruppe wurde erarbeitet:
- Methode zur Identifikation von kritischen Prozessen
- Methode zum transparenten Mapping von Prozessen
- Methode zur Darstellung des Informationsflusses über den Prozess
- Erarbeitung von Richtlinien zur Erstellung eines Lastenheftes
Die Projektgruppe erhält zu allen Punkten Input durch die wissenschaftliche Leitung, das Institut für Industrieinformatik und Betriebsorganisation (Prof. Dr. Ralf Oetinger) an der HTW des Saarlandes. Die Mitglieder aus den einzelnen Unternehmen erhalten teilweise Tools, die sie im eigenen Unternehmen testen können. Ergebnisse und Fragen werden in der Gruppe vorgestellt. Ein Benchmark ist grundsätzlich möglich.
Projektgruppe Supply Chain Management
Das Thema Flexibilität wurde im Zuge der Krise erstmalig diskutiert und ist in der Projektgruppe als neues Schwerpunktthema gewählt worden. Ziel der Arbeit ist zunächst ein Vergleich der Möglichkeiten verschiedener Unternehmen unterschiedlicher Größe, flexibel auf Schwankungen reagieren zu können. Zur Vorbereitung der weiteren Diskussion im Unterthema „Beherrschung von Schwankungen“ werden die Arbeitsergebnisse im Zuge der Optimierung der Kosten von Flexibilität in der Supply Chain von der Xpuls business solutions gmbh derzeit zusammengeführt und für die weitere Arbeit in der Gruppe und der Darstellung für die CVC-Partner aufbereitet.
Projektgruppe Werkstoffe
Die Projektgruppe arbeitet an Themen, die zum einen Leichtbau, zum anderen die Effizienzsteigerung in Produkt und Prozess zum Ziel haben. Die Gruppe hat einen BMBF-Antrag mit dem Titel „Multimaterialsysteme für gewichts- und kostenoptimierte Nutzfahrzeugkabinen“ eingereicht.
Die Werkstoffgruppe wird sich in 2011 intensiv mit dem Thema Fügetechnologien beschäftigen und dabei auch Technologieexchange im Bereich Schweißen betreiben. Die Aktivitäten im Einzelnen sind für die Mitglieder der Gruppe im geschützten Bereich der CVC-Homepage einsehbar.
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